Einer der anspruchsvollsten und aufwendigsten Fälle, die wir je bearbeiteten, erhielten wir von einem österreichischen Notar, der die Erben eines überlebenden jüdischen KZ-Häftlings mit unserer Hilfe suchte.
Mittels diverser Akteneinsichten wussten wir schnell, dass der Erblasser einen Bruder hatte, dessen Schicksal jedoch vollkommen ungeklärt war. Es war anzunehmen, dass dieser aufgrund seiner mosaiischen Religionszugehörigkeit den Holocaust nicht überlebt hatte. Recherchen in Opferlisten brachten jedoch kein Resultat, weshalb wir davon ausgingen, dass es dem Erblasserbruder gelang, den Krieg zu überleben.
Wir wussten, dass dieser bei der Machtergreifung Hitlers 16 Jahre alt war und gingen davon aus, dass dieser eventuell in die USA oder nach Israel emigrierte, konnten in den betreffenden Datenbanken jedoch keine Einwanderung bestätigen. |