Mai 26, 2017

Kuriose Erbenermittlungen in Österreich und den USA

Im Zuge unserer Recherchen werden wir mit den kuriosesten Geschichten konfrontiert. So haben wir kürzlich einen „Bigamistenfall“ gelöst:

In diesem Fall verließ der Großvater des Erblassers im Jahr 1890 seine Frau und seine damals zehnjährige Tochter und wanderte nach Amerika aus. Dort angekommen nahm er einen neuen Namen an und heiratete wieder, obwohl er offiziell immer noch mit seiner ersten Ehefrau in Wien verheiratet war. Mit dieser zweiten „Ehefrau“ zeugte er drei Kinder. Von diesen drei Kindern gibt es ein Enkelkind, das heute noch am Leben und der Cousin der Erblasserin ist. Erst nach aufwändigen Recherchen ist es uns gelungen, das Aufgebot zur Todeserklärung des Großvaters zu finden, da seine erste Ehefrau in Wien das entsprechende Verfahren eingeleitet hatte, um offiziell als Witwe zu gelten. Mittels dieses Aufgebots gelang es uns nachzuweisen, dass der Erblasser und der Cousin in Amerika tatsächlich verwandt sind und er somit nach seinem österreichischen Cousin erbberechtigt ist.