Oktober 27, 2017

Neuer Fall von NS-Raubkunst in Gurlitt-Sammlung

Bei der Erforschung der spektakulären Kunstsammlung von Cornelius Gurlitt ist erneut ein Fall von NS-Raubkunst nachgewiesen worden. Die Experten konnten ein Frauenporträt des französischen Malers Thomas Couture (1815 bis 1879) als Eigentum des hochrangigen jüdischen Politikers und Nazi-Gegners Georges Mandel identifizieren.

Ein winziges repariertes Loch in dem Gemälde habe auf die Spur Mandels geführt, hieß es. Deutschlands Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sprach von einem wichtigen Ergebnis. Sie hoffe sehr, dass das Bild schnell an die Nachkommen des ursprünglichen Besitzers zurückgegeben werden könne.

Es ist der sechste Fall, in dem bei der 2012 beschlagnahmten Gurlitt-Sammlung NS-Unrecht nachgewiesen werden konnte. Die Entdeckung des riesigen Kunstschatzes in München und Salzburg hatte international für Aufsehen gesorgt. Der Fund wird ab Anfang November in einer Doppelausstellung im Kunstmuseum Bern und in der Bundeskunsthalle Bonn erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Quelle: red, ORF.at/Agenturen, vom 25.10.2017